Projekt: Bio-Modellfarm in Ghunsa 
Projektregion: Nepal, Solukhumbu (Distrikt), Ghunsa (Dorf) 
Anzahl der erreichten Menschen  60 bis 100 Haushalte pro Jahr
Sponsoren: Land Vorarlberg (76,59%), Chay-Ya Austria (10,39 %), Roots for Life (13,02%)
Gesamtkosten:  130.570 €
Durchgeführt von: Chay Ya Nepal/Austria,  Social Work Institute, Roots for Life
Kurzbeschreibung:
Die Dörfer in Solukhumbu (Ghunsa und umliegende Dörfer) erlitten während der schweren Erdbeben von 2015 starke Schäden. Die ohnehin bereits prekäre Ernährungslage wurde durch die Notsituation vehement verstärkt, und bis heute kämpfen die DorfbewohnerInnen mit den Folgen des Erdbebens. Frauen haben in dem traditionell patriarchalen System in Nepal einen niedrigeren sozialen Stellenwert als Männer, was ihren Zugang zu Bildung, Medizin, Nahrung und Einkommen deutlich erschwert. Männer wandern verstärkt in die Städte oder die Golf-Staaten ab, und versuchen dort Geld zu verdienen, während die volle Verantwortung für die Subsistenzwirtschaft und Kinderbetreuung auf den Schultern der Frauen liegt.

Vor diesem Hintergrund hat 2015 der Grazer Verein „Roots for Life (RfL)“ – mit dem Chay-Ya Austria (CYA) seit ca. drei Jahren in verschiedenen Bereichen kooperiert – den Aufbau einer Bio-Trainingsfarm in Chyangsar gestartet, die mittlerweile mit großem Erfolg gemeinsam mit der örtlichen Frauengruppe betrieben wird.

Unser Lösungsansatz: Ausgehend von dieser Erfolgsgeschichte wollen wir dieses Projekt nach den gleichen Prinzipien aufbauen und in enger Zusammenarbeit mit RfL bestehende Synergien nutzen (wie z.B. die gemeinsame Nutzung von Trainingsräumlichkeiten und der Küche zur Verarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte in Chyangsar).

Ziel dieses vorliegenden Projektes ist daher der Aufbau und nachhaltige Betrieb einer Modellfarm in Ghunsa, die als regionales Versuchs- und Trainingslabor für biologischen Landbau und Kleintierzucht, Verarbeitung und Vermarktung von Obst und Gemüse fungiert. Neben der Absicht, damit die Ernährungssicherheit der lokalen Familien zu erhöhen und der Mangelernährung von Kindern bzw. Erwachsenen vorzubeugen, planen wir auch konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Haushaltseinkommen und den Aufbau und Begleitung einer starken Frauenorganisation, welche den nachhaltigen Betrieb der Modellfarm auch nach Projektende sichern wird. Somit leistet unser Projekt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der allgemeinen Widerstandsfähigkeit (auf individueller, Haushalts- und Dorfebene) und Ermächtigung (Empowerment) von Frauen in der Region.