Im Herbst 2009 reisten Sabine und ihre Freundin Lena Pichler ins abgelegene Tsum Valley (Grenze zu Tibet) auf über 4000 Höhenmeter, um dort zusammen mit der nepalesischen Hilfsorganisation YONSED (Youth Network for Social and Environmental Development) eine Studie zu nachhaltigem Ökotourismus zu verfassen und mit der Unterstützung des Landes Vorarlberg Schulsachen (Hefte, Stifte, Bücher usw.) in die Dorfschulen zu bringen. Durch die somit verbesserte Bildungssituation und das Erlernen von Fremdsprachen (Englisch) wurde eine Basis für Ökotourismus und damit zusammenhängende Arbeitsplätze geschaffen. projekt_2009_1 Das Ergebnis der damaligen Ökotourismus-Forschung ergab, dass die Menschen zukünftige TrekkingtouristInnen sehr gerne in ihren Dörfern begrüßen würden, und sich TouristInnen durch die wunderschöne Landschaft und die kulturellen und ökologischen Besonderheiten wie Klöster, Stupas und eine einzigarte Tier- und Pflanzenwelt für das Tsum Vally begeistern könnten. projekt_2009_4 Obwohl die Landschaft und die kulturellen Schönheiten im Tsum wirklich beindruckend waren, zeigte diese Forschungsreise auch die andere Seite der Medaille auf. In vielen Dörfern im Tsum herrschte bittere Armut, keines der Kinder hatte warme Bekleidung, auch Toiletten war keine einzige vorhanden. Viele der Kinder litten daher an schwerem Durchfall oder Würmern. Auch Krätze war eine eher alltägliche Krankheit im Tsum. Die meisten Mädchen gingen nicht zur Schule, da sie ab einem Alter von drei Jahren im Haushalt und auf dem Feld schwere Arbeiten verrichten mussten.   Schnell wurde dadurch bei der Forschung im Tsum Valley in den Bergdörfern klar, dass ein Projekt zu Ökotourismus erst der letzte Schritt zur Armutsbekämpfung sein kann, da medizinische Versorgung, sauberes Trinkwasser, ausreichend Nahrung und vor allem hygienische Schulungen und Schulbildung von Jungen und Mädchen an erster Stelle stehen müssen. Die DorfbewohnerInnen baten einhellig um eine medizinische Versorgung und die Unterstützung der Schulen. Der Bau einer Öko-Lodge wurde daher auf Eis gelegt, es gab dringendere Probleme im Tsum zu lösen. projekt_2009_2 Dafür aber wurde Geld benötig, und nach Abschluss der Forschung versuchte unsere Obfrau Sabine Klotz Gleichgesinnte in Österreich zu finden. Zwischen Herbst 2009 und Herbst 2011 hielt sie unzählige Vorträge um auf die katastrophalen Zustände im ländlichen Nepal aufmerksam zu machen. 2011 schließlich wurde mit Hilfe von KrankenpflegerInnen, BergsteigerInnen und anderen sozial motivierten Menschen Chay Ya Austria gegründet.