Im Herbst 2009 kehrte unsere Obfrau Sabine Klotz nach einer Reise ins Tsum Valley nach Österreich zurück. Der Grund der Reise war eine Forschung zu Ökotourismus, und die Frage ob dieser verträglich mit den kulturellen und ökologischen Besonderheiten im Tsum Valley wäre. Nach langen Gesprächen mit der ansässigen Bevölkerung kristallisierte sich heraus, dass bei nachhaltigem Umgang mit den wenigen Ressourcen im Tal TouristInnen als willkommene Einkommensquelle gesehen wurden. Ein Bau einer Ökotourismus-Lodge stand im Raum, doch nach einer genauen Analyse der Probleme im Tsum wurde dies verworfen. Damals war keine einzige Toilette in den Dörfern vorhanden, viele Kinder litten unter schlimmen Durchfall, Würmern und Krätze. Die DorfbewohnerInnen baten uns einhellig um eine medizinische Versorgung und die Unterstützung der Schulen. In Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, den sogenannten Tsumbas, für Gesundheit, Hygiene und Bildung zu sorgen wurde somit unsere oberste Priorität.

Dazu aber wurde dringend Geld benötigt – tief bestürzt über die Erlebnisse im Tsum versuchte Sabine Klotz so viele Menschen wie möglich auf die ärmlichen Lebensumstände in den abgelegenen Bergdörfern Nepals aufmerksam zu machen. Die nächsten zwei Jahre waren ausgefüllt mit unzähligen Vorträgen in ganz Österreich, und nach der Suche nach Gleichgesinnten. Im Herbst 2011 wurde dann unser Verein Chay Ya Austria gegründet, der mittlerweile aus Vorarlberg, Tirol, Wien und der Steiermark unterstütz wird. Der harte Kern besteht aus zehn Personen, und über fünfundzwanzig freiwillige HelferInnen sind mittlerweile mit an Board des Chay Ya Teams!